
Fünf wackere Schützen – inklusive moralischer Unterstützung – machten sich auf den Weg nach Wismar. Vier davon bereits am Freitag, weil man ja weiß: Wer früher anreist, kann länger fachsimpeln (und frühstücken).
Nach einem standesgemäßen gemeinsamen Frühstück ging es hochmotiviert zum Schießgelände. Dort wartete schon die erste Herausforderung: warm machen, bevor man sich einschießt. Anschließend starteten wir in eine Doppelhunter-Runde – sprich: zwei Pfeile pro Ziel, 18 Ziele insgesamt. Und was soll man sagen: Die Ziele waren nicht nur liebevoll gestellt, sondern auch so platziert, dass das Gelände wirklich alles von uns verlangte – bergauf, bergab und zwischendurch auch mal „wo zur Hölle steht das Ziel eigentlich?“.
Kaum war die erste Runde geschafft, ging es nahtlos weiter in die zweite – diesmal eine klassische Hunterrunde: nur noch ein Pfeil pro Ziel. Also weniger Chancen, mehr Drama. Genau unser Ding.
Zum Glück gab es unterwegs immer wieder eine Versorgungsstation. Und die hatte es in sich: Brötchen, Kuchen und – als heimlicher Star des Tages – Soljanka aus dem offenen Feuer. Wer da keine Pause gemacht hat, hat entweder schon gegessen oder war falsch programmiert.
Das Wetter zeigte sich zunächst wechselhaft, hatte dann aber ein Einsehen mit uns. Je länger der Tag dauerte, desto freundlicher wurde es – die ersten Regentropfen kamen tatsächlich erst pünktlich zum Ende der Siegerehrung. Timing kann Wismar.
Sportlich lief es ebenfalls rund: Der SK Stelle konnte sich über zwei zweite Plätze und einen dritten Platz freuen.

Nach diesem rundum gelungenen Tag ging es zurück ins Hotel – und anschließend traditionsgemäß ins Schnitzelhaus. Offenbar entwickelt sich das langsam zur festen Regel: Erst Parcours, dann Panade. In geselliger Runde wurden die spektakulärsten Treffer (und die kreativsten Fehlschüsse) noch einmal ausführlich analysiert. Dabei verschwand auch der ein oder andere Böckelbart – rein wissenschaftlich, versteht sich.
Fazit: Ein großartiger Tag mit tollen Leuten, spannenden Zielen und bester Verpflegung. Und eines ist sicher: Wenn die Jagdfalken im Herbst wieder ihr 3D-Turnier ausrichten, ist der SK Stelle definitiv wieder am Start – mit Pfeilen, guter Laune und vermutlich erneut großem Appetit.






