Wenn der Vogel Federn lässt –
und manche Schützen einfach nicht aufgeben wollen
Gestern, am 29.08.2026, hieß es bei der Großkaliber- und Pistolenabteilung des Schützenkorps Stelle wieder:
Der Vogel muss runter!
Geschossen werden durfte mit Kurzwaffen und Unterhebelrepetiergewehren.
Wie bereits im vergangenen Jahr durften auch die Damenbegleitungen ihren eigenen Vogel ins Visier nehmen. Und auch hier zeigte sich schnell: Die Damen waren keineswegs gekommen, um nur dekorativ danebenzustehen. Alle bemühten sich redlich, dem hölzernen Federvieh Stück für Stück die Flügel zu stutzen.
Lars lässt den Vogel Federn
Den Anfang machte Frank Burmeister, der sich zunächst den Reichsapfel sicherte.
Danach übernahm Lars Remmert offenbar kurzerhand die persönliche Betreuung des Vogels. In einer beeindruckenden Serie holte er Zepter, Ring, Krone, Schwanz und schließlich auch den Rumpf herunter.


Damit stand fest:
Lars ist der neue König der Pistolenabteilung 2026/27!
Die übrigen Teilnehmer mussten sich damit zwar geschlagen geben, waren aber nicht weniger zufrieden. Schließlich hatte Lars ihnen freundlicherweise noch ein paar Teile des Vogels übriggelassen.
Man muss ja auch gönnen können.
Auch bei den Damen wurde scharf geschossen
Bei den Damen entwickelte sich ein spannender Dreikampf zwischen Birgit, unserer Königin des vergangenen Jahres, Andrea und Nicole, der Frau von Holger.
Am Ende hatte Nicole offenbar das bessere Zielwasser – selbstverständlich stilles – erwischt und zerlegte den Rumpf schließlich fachgerecht in seine Einzelteile.
Damit war auch bei den Damen klar:
Nicole ist die neue Majestät!
Und damit hätte der Tag eigentlich schon fast beendet sein können.
Eigentlich.
Der Vogel der Herren wollte einfach nicht aufgeben
Nachdem Nicole den Rumpf heruntergeholt hatte, hing der Vogel allerdings schon ziemlich stark nach vorne. Also gab es noch die Chance für Holger, ein weiteres Majestätenpaar zu krönen.
Das wird beim SK Stelle langsam zu einem normalen Ergebnis.
André wäre eigentlich vorher an der Reihe gewesen, verzichtete aber großzügig auf seine drei Schüsse.
Damit bekam Holger seine Chance.
Drei Schüsse. Drei Treffer.
Eigentlich hätte man meinen können, der Vogel hätte nun langsam genug.
Aber weit gefehlt.
Der Vogel weigerte sich schlicht, bei Holger zu fallen.
Offenbar hatte er etwas gegen ihn.
Und so kam es, wie es kommen musste:
Direkt beim nächsten Schuss – von Lars – fiel der Vogel dann doch.
Man könnte jetzt natürlich behaupten, Lars hätte einfach das bessere Verhältnis zum Federvieh gehabt.
Besuch vom neuen Korpskönig
Zwischendurch gab es auch noch einen Besuch von „Schönen René“, unserem neu gekrönten Korpskönig René, mit seinen beiden Adjutanten.
Die drei ließen es sich nicht nehmen, bei unserem Vogelschießen vorbeizuschauen und hatten sogar zwei Präsente für unsere beiden neuen Majestäten im Gepäck.
Eine schöne Geste, über die sich Lars und Nicole sichtlich gefreut haben. Darüber haben sich alle gefreut, auch der Pistolenobmann…
Vom Vogel zum Spanferkel
Geschossen wurde an diesem Tag quer durch das Kaliberspektrum: vom .22 l.r. über .357 und .38/40 bis hin zur .44 Rem. Magnum.
Kurz gesagt: Es wurde genutzt, was die Tresore hergaben – und wie die Überreste des Vogels eindrucksvoll beweisen, hat das auch funktioniert.
Nachdem die ersten größeren Teile des Vogels den Boden erreicht hatten, wurde es allerdings Zeit für eine mindestens genauso wichtige Disziplin:
Essen!
Ein zuvor erlegtes – allerdings ausdrücklich nicht von uns -vom scheidenden Pistolenkönigspaar Birgit und Burkhard gesponsertes– Spanferkel wurde in beeindruckender Geschwindigkeit seiner äußeren Hülle beraubt.
Kaum war das Tier fachgerecht „entkleidet“, waren auch die Schützen wieder ausreichend gestärkt, um dem verbliebenen Rest des Vogels endgültig den Garaus zu machen.
Danach war der Rest tatsächlich nur noch Formsache.
Sicherheit gehört dazu – der Spaß natürlich auch.
Bei aller guten Laune und dem ganzen Spaß wurde natürlich auch an diesem Tag auf die notwendigen Sicherheitsregeln geachtet. Schließlich reden wir hier nicht über Wasserpistolen.
Und auch nach dem letzten Schuss war klar: Erst die Waffen sicher verstauen, dann geht es nach Hause.
Auf Alkohol wurde deshalb an diesem Tag selbstverständlich verzichtet – schließlich mussten die Waffen noch sicher im Kofferraum verstaut werden und anschließend jeder wieder nach Hause fahren.
Der Durst durfte also warten.
Ein rundum gelungener Tag
Die Stimmung war – wie man es von dieser Runde kennt – ausgelassen, kameradschaftlich und mit jeder Menge Spaß.
Und so ging ein rundum gelungener Tag mit sportlichem Ehrgeiz, guter Laune, kameradschaftlichem Miteinander und der einen oder anderen kleinen persönlichen Niederlage zu Ende.
Herzlichen Glückwunsch an unsere neuen Majestäten Lars und Nicole!

Und natürlich ein großes Dankeschön an alle, die diesen schönen Tag organisiert, unterstützt und mit Leben gefüllt haben.
Und Holger meinte noch, er hätte für das nächste Jahr bereits einen Plan:
Er wird wieder auf den Vogel schießen.
Diesmal allerdings erst, nachdem er mit Lars über die Bestechung des Federviehs gesprochen hat.
Denn eines steht fest:
Drei Treffer und trotzdem kein König – das kann so nicht noch einmal passieren!
Bericht für die Pistolenabteilung
Andreas Hansmann | 08/2026

Auch von den neuen Majestäten Lars Remmert und Nicole Heidtmann.
